• 126 Kilometer laufen Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Freunde der gemeinnützigen Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) beim Hannover Marathon am 7. April 2019.

    BildDabei zeigen die Läufer sportlichen Einsatz für die Gewebespende. Über den Lauf eingeworbene Spenden ermöglichen in diesem Jahr bildstarke Aufklärungsprojekte zur Gewebespende.

    In drei Staffeln starten 13 Läuferinnen und Läufer, um auf die Bedeutung der Gewebespende für die vielen Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten aufmerksam zu machen. „Wir laufen an diesem Tag für diejenigen, denen es nicht so gut geht und die aufgrund einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls auf ein Gewebetransplantat warten, das ihnen wieder Hoffnung auf ein normales Leben schenkt“, sagt Sabrina Schmidt, Läuferin und Gewebespendekoordinatorin bei der DGFG.

    Dem Lieblingssport nachzugehen gehört ebenso zu diesem „normalen Leben“, wie alltägliches Treppensteigen. Beides sind jedoch Tätigkeiten, die zum Beispiel für Signe, Empfängerin einer Spenderherzklappe, vor der Transplantation unmöglich waren. In einem Kurzfilm zur Herzklappenspende – finanziert über eingeworbene Spenden im Rahmen des Hannover Marathons 2018 – erzählt Signe ihre Geschichte und ruft dazu auf, sich frühzeitig mit der eigenen Einstellung zur Gewebespende auseinanderzusetzen: „Ich würde mich freuen, wenn Menschen sich zu Lebzeiten mit dem Thema Gewebespende auseinandersetzen und auch mit ihren Angehörigen darüber reden, damit sie einfach wissen – im Fall der Fälle – wie sie dazu stehen.“

    Denn Voraussetzung dafür, dass in Deutschland jährlich tausenden Patientinnen und Patienten mit Gewebetransplantaten wie z.B. Augenhornhäuten, Herzklappen oder Blutgefäßen geholfen werden kann, ist die Gewebespende. Deren Notwendigkeit und Möglichkeiten sind jedoch nur wenigen Menschen bekannt und es herrscht in vielen Bereichen ein Mangel an passenden Transplantaten. Die DGFG verfolgt das Ziel, in gemeinnütziger Netzwerkarbeit diesen Mangel zu beseitigen.

    Schritt für Schritt: Aufklärungsprojekte zur Gewebespende fördern

    Auch in diesem Jahr steht die DGFG mit öffentlichkeitswirksamen Projekten in den Startlöchern: Über Fotografie-Ausstellungen soll das Thema Gewebespende bildstark in die Öffentlichkeit getragen werden.

    So wird eine Reportage von Fotografin Alexandra Bidian, die den Prozess von der Augenhornhautspende über die Prozessierung bis zur Transplantation in 25 Motiven dokumentiert, ab diesem Jahr in verschiedenen Kliniken deutschlandweit ausgestellt; darunter auch in der Medizinischen Hochschule Hannover.

    In einem weiteren Ausstellungsprojekt entstehen aktuell in Zusammenarbeit mit Studierenden der Hochschule Hannover Portraits und Langzeitreportagen, die sich der Gewebespende und transplantation aus verschiedenen Blickwinkeln widmen. Die Studierenden halten fotografisch Leidenswege und Heilungserfolge von Patientinnen und Patienten sowie ihre eignen Eindrücke der Welt der Gewebemedizin fest. Nach dem Ende des mehr-semestrigen Fotoprojektes sollen die Werke öffentlich ausgestellt werden.

    Solche und ähnliche Projekte der Aufklärungsarbeit zur Gewebespende können nur mit Hilfe von Spendengeldern realisiert werden. Der Awareness- und Spendenlauf im Rahmen des HAJ Marathons hat zentrale Bedeutung für das Fundraising der gemeinnützigen Gesellschaft mit Sitz in Hannover. „Von hier aus werden der Großteil aller Gewebespenden und -transplantationen in Deutschland koordiniert. Hier läuft alles zusammen. Natürlich ist uns da besonders wichtig, dass die Hannoveraner die Gewebespende kennen!“, erklärt Martin Börgel, DGFG Geschäftsführer.

    Die hannöversche Online Marketing Agentur onma unterstützt die Aktion in diesem Jahr als Sponsor sowohl finanziell, als auch tatkräftig im Staffelteam der DGFG. „Gesundheit ist unser höchstes Gut. Wir sind dankbar, dass die DGFG Nicht-Gesunde auf ihrem Weg der Genesung unterstützen. Deshalb sind wir als Förderer beim diesjährigen Lauf dabei!“, so onma Geschäftsführer Winfried Wengenroth.

    Weitere Spenden sind darüber hinaus unter dem Verwendungszweck „Spendenlauf 2019“ herzlich willkommen: IBAN: DE86 2512 0510 0001 5630 15, BIC: BFSWDE33HAN, Bank für Sozialwirtschaft.

    Fast jeder Verstorbene kann Gewebe spenden

    Hinter jeder Gewebespende steht ein Mensch, der anderen selbstlos geholfen hat. Allein im vergangenen Jahr konnte die DGFG 5.494 Gewebetransplantate Transplantate vermitteln und damit zur zeitnahen und sicheren Versorgung von Patientinnen und Patienten im gesamten Bundesgebiet beitragen.

    Gewebe, die nach dem Tod gespendet werden können, sind Augenhornhäute, Herzklappen, Blutgefäße, aber auch Knochen, Sehnen, Bänder und Haut. Aus der Lebendspende kommt die Amnionmembran. Sie ist Teil der mütterlichen Plazenta und kann von einer Mutter nach einer Kaiserschnittgeburt gespendet werden. Die Hirntoddiagnostik spielt bei der Gewebespende keine Rolle. Mehr als neun von zehn Gewebespenden stammen von Menschen, die eines ganz normalen Todes gestorben sind. Auch Krebserkrankungen oder ein hohes Lebensalter sind kein Ausschlussgrund. Gewebespenden sind noch bis zu drei Tage nach Todeseintritt möglich.

    Die DGFG ist eine unabhängige, gemeinnützige Gesellschaft, die seit 1997 die Gewebespende und transplantation in Deutschland fördert. Jede medizinische Einrichtung in Deutschland kann Gewebe von der DGFG beziehen. Gesellschafter der DGFG sind das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, das Universitätsklinikum Leipzig, die Medizinische Hochschule Hannover, die Universitätsmedizin Rostock sowie das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg.

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    Die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation ist ein Gemeinnütziges Unternehmen der Gewebemedizin. Wir organisieren Gewebespende, betreiben und arbeiten mit Gewebebanken zusammen und vermitteln Gewebe zur Transplantation. Unsere Aufgaben liegen unter anderem darin, die Gewebespende bundesweit rund um die Uhr zu unterstützen und die Vermittlung von Gewebetransplantaten zu organisieren.

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    Laufen für die Gewebespende beim Hannover Marathon


    veröffentlicht am 1. April 2019 in der Rubrik Presse - News
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