• Rohstoffe aus Konfliktgebieten werden oft mit Kinderarbeit, Umweltverschmutzung oder schlechten Arbeitsbedingungen verbunden. Dementsprechend hat die EU entsprechende Hürden für Importe gesetzt. Doch wie eine Untersuchung zeigt, wird die Verordnung von deutschen Importeuren bei Zinn, Tantal, Wolfram und Gold oft untergraben. Alternativen sind aber rar gesät, eine davon ist Arcadia Minerals mit seinem Tantal-Projekt in Namibia.

    Konfliktmineralien sind heiß begehrt. Besonders viele Diskussionen gab es in den 1990ern um Blutdiamanten aus westafrikanischen Kriegsgebieten. In den vergangenen Jahren stand wiederum Kobalt im Fokus der Öffentlichkeit. Der für Batterien wichtige Rohstoff stammt zu mehr als zwei Dritteln aus der Demokratischen Republik Kongo, wo u.a. auch Warlords im Mining ihr Unwesen treiben. Doch Kobalt scheint nur eines von mehreren betroffenen Rohstoffen zu sein. Wie ein Bericht von Deksor, einer staatlichen Kontrollstelle in Hannover, ergab, schauen deutsche Importeure auch bei Zinn, Tantal, Wolfram und Gold nicht immer genau hin und erfüllen nicht immer die seit 2021 geltende EU-Konfliktmineralienverordnung. Diese schreibt vor, dass die Unternehmen nachweisen müssen, dass sie die importierten Mineralien und Metalle ausschließlich aus verantwortungsvollen Quellen beziehen. Bereits im ersten Quartal 2022 mussten wir feststellen, dass mehr als 80 Prozent der 145 sorgfaltspflichtigen deutschen Importeure die geforderten Offenlegungspflichten nicht erfüllt hatten, so Deksor-Leiter Matthias Baier.

    Dich bei den vier genannten Metallen ist dies nicht der Fall. Das Problem lässt sich aber nicht einfach mit einem Verbot lösen, denn sie kommen insbesondere bei High Tech-Industrien zum Einsatz. Bei Gold mag es genug Alternativen weltweit geben. Für die Chipindustrie ist aber beispielsweise Zinn nicht zu ersetzen. Hier dominieren vor allem chinesische Hersteller den Markt und erst am Wochenende meldete Minsur, einer der größten Hersteller weltweit, dass man den Betrieb in den Minen in Peru unterbrechen muss. Ähnlich kritisch ist die Lage bei Tantal. Ob Smartphones, Tabletts oder Chips: Ohne das graphitgraue Metall, das mit seiner Härte, Beständigkeit und Leitfähigkeit überzeugt, stammt vorwiegend aus der Demokratischen Republik Kongo, Brasilien, Ruanda und Nigeria.

    Doch sowohl Zinn als auch Tantal sind nicht zu ersetzen für moderne Industrien und stehen deshalb auf der Liste der kritischen Metalle der USA und der EU. Dementsprechend sind alternative Vorkommen heiß begehrt. Eines davon besitzt Arcadia Minerals. Das australische Unternehmen entwickelt das Tantal-Projekt Swanson in Namibia. Es ist das am fortgeschrittensten Rohstoffprojekt der Firma, dass mehrere Projekte in dem Land besitzt (Gold, Nickel, Lithium).

    Dabei ist Swanson eines der hochgradigsten Tantal-Vorkommen der Welt. Die nach JORC-Standards erstellte, angezeigte Mineralressource umfasst 1,439 Mio. Tonnen mit einem Durchschnittsgehalt von 498 ppm Tantalpentoxid (Ta2O5) sowie einer abgeleiteten Mineralressource von 1,145 Mio. Tonnen mit einem Durchschnittsgehalt von 472 ppm Tantalpentoxid. Arcadia Minerals Plan war es ursprünglich, zügig eine endgültige Machbarkeitsstudie (Definitive Feasibility Study) für das Projekt zu erstellen und dann an die Finanzierung des Minenbaus zu gehen.

    Doch diese DFS wurde erst einmal ins erste Quartal 2023 verschoben. Denn Tantal ist wie oben beschrieben heiß begehrt und nun befindet sich Arcadia Minerals in Verhandlungen mit einem potenziellen strategischen Partner. So hat die HeBei Xinjian Construction CC eine entsprechende Anfrage gestellt. Die Gespräche könnten in einen Abnahme- und Finanzierungsvertrag münden, womit Arcadia es einfacher hatte, den geplanten Minenbau zu finanzieren. Neben der Tantal-Produktion zeigt die chinesische Gruppe auch an dem auf der Liegenschaft ebenfalls vorhandenen Lithium Interesse.

    Doch Tantal und auch Lithium sind heiß begehrt und so kündigte Arcadia an, dass man auch Gespräche mit anderen Interessenten fortsetzt. Fakt ist aber auch: Mit HeBei Xinjian Construction CC würde man einen erfahrenen Partner gewinnen, denn das Unternehmen hat erst jüngst eine Vereinbarung zum Einstieg bei der Homestead Tantal- und Lithium-Mine geschlossen – ebenfalls in Namibia. Das Projekt befindet sich sogar ganz in der Nähe von Swanson.

    Für die Aktionäre von Arcadia Minerals hätte eine strategische Partnerschaft jedenfalls große Vorteile. Denn so wird eine allzu starke Verwässerung verhindert. Von erfolgreichen Gesprächen mit der HeBei Xinjian Construction CC oder einem anderen Konzern würde auch die Aktie von Arcadia profitieren können. Aktuell beträgt der Börsenwert beträgt lediglich rund 20 Mio. australische Dollar.

    Arcadia Minerals

    ISIN: AU0000145815
    WKN: A3C7FG
    www.arcadiaminerals.global
    Land: Australien / Namibia

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    Dr. Reuter Investor Relations – Konfliktmineralien wie Tantal und Zinn: Alternativen sind gefragt!


    veröffentlicht am 26. Januar 2023 in der Rubrik Presse - News
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